Am 3. und 4.Dezember ging es nach zum Titicacasee auf die Halbinsel Capachica um unsere jährliche Weihnachtskampagne dort durchzuführen. Dies bedeutete vor allem in diversen sozialen Projekten die Weihnachts- und Patengeschenke zu verteilen!
Los ging es am Sonntag gegen Mittag am 2.Dezember mit einem öffentlichen Bus nach Puno. Da wir durch die diversen Geschenke ein bisschen Übergepäck hatten – etwa 20 riesige Taschen, war das Beladen der Taxis und des öffentlichen Busses sehr interessant. Nach ein bisschen Panik und viel Zeitdruck hat letztendlich aber alles funktioniert.

Abends kamen wir dann in Chifron, einen kleinen Dorf auf Capachica, an. Die Unterbringung war ein besseres Zelten ohne Toilettenspülung und wenig fließendem Wasser. Es war auch ziemlich windig und kalt. Auf jeden Fall eine interessante Erfahrung so zu wohnen wie Millionen von Perunern jeden Tag leben! Dafür war die Aussicht auf den Titicacasee schön!





Nach dem Abendbrot ging es noch an das Sortieren der diversen Pakete. Ziemlich erschöpft und spät fielen wir dann alle in unsere eiskalten Betten.
Am nächsten Tag hieß es dann früh um Sieben zu frühstücken, da es pünktlich um Acht in die Projekte gehen sollte. Wir teilten unsere große Gruppe von etwa 15 Leuten, so dass wir auch alles schaffen konnten. Sarah, Guile, Melli und ich waren für das Projekt in Santa Maria eingeteilt. Dies ist ein Kindergartenprojekt mit etwa 30 Kindern zwischen drei und fünf Jahren.


Zuerst putzten wir mit den Kindern fleißig Zähne danach hieß es für die Kinder eifrig malen – mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern.



Dann wurde im Austausch gegen die Bilder, die Geschenke verteilt. Jedes Kind erhielt eine Jacke, welche von Copeesu, die peruanische Partnerorganisation von viSozial, finanziert wurde. Zugleich wurden auch die Patengeschenke ausgeteilt soweit vorhanden.


Dann hieß es auch schon Abschied nehmen und es ging zurück nach Chifron wo wir schnell Mittag aßen. Nach dem Mittag ging es für mich mit vielen anderen nach Hilata in eine Schule. Dort veranstalteten wir erst ein kleines Fußballturnier bevor es dann auch dort an das Geschenke verteilen ging.
Nach Hilata fuhren wir wieder zurück nach Chifron, wo die restlichen Leute von uns schon fleißig am Geschenke verteilen waren. Wir unterstützten da noch emsig, da in Chifron etwa 100 Kinder in dem Projekt sind. Am Abend fielen wir dann wieder müde und erschöpft in die Betten.
Am nächsten Morgen ging es dann um Neun los zur Einweihung des Wasserprojektes in Chifron. Dieses Projekt gibt nun etwa 100 Familien eine Wasserversorgung. Zu Ehren dieses Festtages wurde ein großes Volksfest gefeiert und wir waren an diesem Tag die Helden des Dorfes. Es war unglaublich wie glücklich, wie offen und wie stolz die Leute auf das Erreichte waren. Im übrigen ist es nur kaltes fließendes Wasser, in Deutschland absoluter Standard, hier ein Riesenfortschritt für die Einwohner. Es war wirklich schier unvorstellbar!
Gegen Mittag verabschiedetetn wir uns dann auch herzlich von den ganzen Gastgebern und es ging nach Puno in das Blindenzentrum. Auch dort wurden wir wieder herzlich mit Gesang und Musik empfangen. Hier spielten wir wieder mit den Kindern und teilten die Jacken und Geschenke aus. Es war eine Freude so arme Menschen glücklich und freudestrahlend zu sehen!
Nach dem Blindenzentrum war dann unser Mammutprogramm der Weihnachtskampagne endlich geschafft. Wir aßen noch schnell eine Kleinigkeit in Puno bevor es dann mit einem Privatbus zurück nach Arequipa ging.
Leider habe ich, wir ihr sicher gemerkt habt, dieses Mal nicht so viele Bilder gemacht. Ich verspreche wieder Besserung, in Capachica kam ich vor lauter Arbeit leider kaum dazu!