Da ich noch ein paar Urlaubstage hatte und natürlich auch etwas mehr sehen wollte als nur den Schreibtisch in Medellin, macht ich mich auf dem Weg in Richtung Pazifik, genauer der Stadt/Dorf(?) Nuqui. Dort sollte ich auf eine viventura Gruppe treffen und vier entspannte Tage in einer Ecolodge, El Cantil, verbringen. Im Endeffekt wurden es sogar 6 Tage aber alles der Reihe nach.
Ich flog mit einer kleinen Propeller-Maschine für etwa 20 Passagiere via Quibdo nach Nuqui. Dort stelle ich beim Aussteigen gleich fest, dass der Flughafen eher einem Acker im Feld glich. Asphalt gibt es dort nicht und auch der Flugzeugtower gleicht eher einer Aussichtsplattform. Dschungel eben!
Da ich noch etwa drei Stunden Zeit hatte bevor die viventura Gruppe ankommen sollte, erkundete ich etwas Nuqui. Ein kleines Dorf, mit netten Souvenirs-Shops und sogar einer Disco!
Aber auch der Strand war wunderschön, da so einsam und ewig!
Die viventura Gruppe kam dann fast pünktlich in Nuqui an und ich wurde zugleich freundlich in Empfang genommen. Es ging dann in einer zügigen, knapp einstündigen, Bootsfahrt in Richtung Lodge.
Die Lodge war einfach spitze! Saubere sanitäre Anlegen, geräumige Zimmer und mega-leckeres Essen. Ich glaube ich habe noch nie im Leben so leckeren Fisch mit Reis gegessen. Und die gebratene Yuca erst! Dazu richtig leckere Säfte. Ein Traum!
Die folgenden Tage standen dann diverse Expeditionen auf dem Programm. Einerseits ging es zu einem Thermalbad wo wir zwei Stunden am Strand langlaufen durften.
Auch ging es einen Vormittag zu den Giftpfeilfröschen und Krebse haben wir auch noch gesehen.
Dann sollte auch schon der Tag der Abreise kommen, aber da ein Flugzeug am Abend zuvor von der Landebahn in Nuqui gerutscht war, wurde der Flughafen gesperrt. Da Nuqui sonst auch auf keine anderen Wege erschlossen ist, hieß es warten bis man doch noch fliegen kann. Es sollte sich schnell heraustellen, dass dies am heutigen Tage nicht mehr möglich sei und so wurde der Tag zum weiteren Aus- und Entspannen genutzt.
Nun hatten wir die Hoffnung das es am nächsten Tag losgehen sollte, diese Hoffnung zerschlug sich aber auch schnell, da aufgrund des schlechten Wetter des Vortages die Räumung des Flugzeuges noch dauern würde. Wir nutzten somit den Tag zu einer weiteren Expedition. Wir wateten einen Fluss flussaufwärts entlang und entdeckten dabei sogar eine Kröte.
Ansonsten wurde der Tag zum weiteren Ausspannen und Karten spielen genutzt. Am nächsten Tag dachten wir dann, es wäre endlich soweit, da wir pünktlich mit dem Boot in Richtung Nuqui aufbrachen. Dort wurden wir aber am Flughafen mehrfach von unserer Fluggesellschaft vertröstet, da jedesmal unser Flugzeug irgendwo kaputt auf irgendeinem Flughafen stand. Nach weiteren geschlagenen vier Stunden war es dann aber endlich soweit und wir konnten unser Flugzeug für den Ruckflug in Richtung Medellin betreten. Manch einer glaubte zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr daran. u)
Fazit: Wunderschöne sechs Tage, eine geile weil sehr lustige viventura-Gruppe und mit dem Wissen reicher, dass Fliegen in Kolumbien nicht das beste Fortbewegungsmittel ist.
Im übrigen, wer Lust hat kann auch auf der viventura-Seite die Reiseberichte zu den Tagen durchlesen. Auf den Bildern vom 8. und 11.Februar bin ich auch drauf!

Hallo Brüderchen,
viele Grüße von uns beiden!! Schaue jetzt ganz schön neidisch auf deine hübschen fotos…will auch wieder in urlaub!!
…stattdessen steht uns ein weiteres wochenende mit küche aufbauen bevor
sind mittlerweile übrigens im arbeiterstädtchen duisburg angekommen, falls du’s noch nicht weißt. um uns gleich ordentlich anzupassen arbeiten wir natürlich jetzt auch fleißig.
wünsch dir noch n paar schöne wochen in der ferne. bleib gesund und munter!
Adios amigos (oder wie man so sagt)