21
Feb
08

Besuch des Sozialprojektes „Steinbruch: Canteras Sillar“

Am Samstag, dem 12.Januar, fuhr ich mit Amparo, Carmencita und Veronique zu unserem Sozialprojekt „Canteras Sillar“ um Spenden zu verteilen.

In diesem Projekt arbeiten etwa 35 Männer welche Kalkstein abbauen. Hierbei wohnen sie meist in unmittelbarer Nähe und arbeiten unter schier unvorstellbaren Bedingungen. Schutz für die Augen – aufgrund des grellen Gesteins -; angemessene, warme Kleidung oder ausreichend Nahrung sind die Ausnahme. Auch sind die Sicherheitsvorkehrungen natürlich katastrophal und kaum vorhanden. Wer sich genauer informieren möchte, kann gerne die Beschreibung des Projektes auf der viSozial-Homepage lesen.

Canteras - Bild 1

Hier mal ein mal ein paar Eindrücke von der Arbeitsgegend. Sicherheitsvorkehrungen findet man dort vergebens…

Canteras - Bild 2Canteras - Bild 3Canteras - Bild 4Canteras - Bild 5Canteras - Bild 6Canteras - Bild 7

Dies ist ein Bilder von einer „Wohnstätte“ eines Arbeiters. Wenn diese bis Anbruch der Dunkelheit arbeiten und dann zum Sonnenaufgang wieder anfangen wollen, passiert es, dass sie in solchen Unterkünften übernachten. Im übrigen war links daneben auch noch ein Bett, der Raum war nur zu klein, so dass ich es nicht gut fotografieren konnte. Es gab auch noch eine ganz kleine offene Küche. Für mich war es unvorstellbar, dass dort überhaupt nur für eine Nacht zwei Menschen schlafen und leben können.

Wohnung in Canteras

Der eigentliche Anlass unserer Besuchs war die Vergabe von diversen Spenden insbesondere von Nahrung und Kleidung. Wir waren leider auch nicht allzu lange da, da die Arbeiter nicht zu lange ihre Arbeit unterbrechen wollten. Gefreut haben sie sich trotzdem und ich bin mir sicher, die Spenden in die absolut richtigen Hände gekommen sind.

Gruppe in Canteras - Bild 1Gruppe in Canteras - Bild 2

Obwohl ich bisher in allen vorherigen viSozial-Projekten viel Armut und Elend sehen musste, war dies für mich mit Abstand das Schlimmste. Diese Jungs fangen mit 12, 13 Jahren an dort zu arbeiten und kommen dort niemals heraus. Dazu kommt dass die Lebensdauer sehr, sehr niedrig ist, aufgrund der katastrophalen Arbeitsbedingungen. Es ist einfach unglaublich, wie gut es jedem von uns im Vergleich zu diesen Leuten geht.


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