Archiv für Dezember 2007

15
Dez
07

Weihnachten

Hallo Liebe Blog-Leser,

ich wünsche euch allen ein beschauliches, geruhsames und fröhliches Weihnachtsfest! Ich werde mich jetzt gleich auf den Weg nach Lima begeben um Judith vom Flughafen abzuholen. Danach geht es dann drei Wochen quer durch Peru! :)

Somit wünsche ich allen zugleich auch noch einen guten Rutsch ins neue Jahr, wir lesen und hören uns dann im Jahr 2008 wieder!

Ich als sommerlicher Weihnachtsmann

Viele sonnige, weihnachtliche Grüße aus Arequipa

Euer Ulf

14
Dez
07

Weihnachtskampagne in San Juan Apostol

Gestern ging es zu unserem Sozialtag im Dezember zur Weihnachtskampagne nach San Juan Apostol. Dies ist die Schule in Arequipa, welche von viSozial finanziert wird, und in welcher wir im Oktober eine Geundsheitskampagne hatten.

Wir kamen gegen halb zehn in der Schule an nachdem die Kinder ihre letzten Prüfungen geschrieben hatten. Dann ging es in die Aula wo sich die gesamte Schule versammelte.

Die Aula - Bild 1Die Aula - Bild 2

Dort gab es einen kleinen Auftritt mit einen Clown, einen Weihnachtsmann und Snoopy Dog. Die Kinder machten eifrig mit und freuten sich über diese kleine Überraschung.

Auftritt - Bild 1Auftritt - Bild 2Auftritt - Bild 3Auftritt - Bild 4Auftritt - Bild 5

Dann teilten wir uns auf und es ging in die Klassen zum Geschenke und Jacken verteilen. Danach gab es noch heiße Schokolade und einen kleinen Snack.

Die Klasse - Bild 1Die Klasse - Bild 2

Danach war der letzte Sozialtag des Jahres auch schon wieder vorbei und es ging zurück ins Büro zum Arbeiten.

13
Dez
07

Weihnachtskampagne in Capachica

Am 3. und 4.Dezember ging es nach zum Titicacasee auf die Halbinsel Capachica um unsere jährliche Weihnachtskampagne dort durchzuführen. Dies bedeutete vor allem in diversen sozialen Projekten die Weihnachts- und Patengeschenke zu verteilen! :)

Los ging es am Sonntag gegen Mittag am 2.Dezember mit einem öffentlichen Bus nach Puno. Da wir durch die diversen Geschenke ein bisschen Übergepäck hatten – etwa 20 riesige Taschen, war das Beladen der Taxis und des öffentlichen Busses sehr interessant. Nach ein bisschen Panik und viel Zeitdruck hat letztendlich aber alles funktioniert.

Chifron - Bild 1

Abends kamen wir dann in Chifron, einen kleinen Dorf auf Capachica, an. Die Unterbringung war ein besseres Zelten ohne Toilettenspülung und wenig fließendem Wasser. Es war auch ziemlich windig und kalt. Auf jeden Fall eine interessante Erfahrung so zu wohnen wie Millionen von Perunern jeden Tag leben! Dafür war die Aussicht auf den Titicacasee schön!

Chifron - Bild 2Chifron - Bild 3Chifron - Bild 4Chifron - Bild 5Chifron - Bild 6

Nach dem Abendbrot ging es noch an das Sortieren der diversen Pakete. Ziemlich erschöpft und spät fielen wir dann alle in unsere eiskalten Betten.

Am nächsten Tag hieß es dann früh um Sieben zu frühstücken, da es pünktlich um Acht in die Projekte gehen sollte. Wir teilten unsere große Gruppe von etwa 15 Leuten, so dass wir auch alles schaffen konnten. Sarah, Guile, Melli und ich waren für das Projekt in Santa Maria eingeteilt. Dies ist ein Kindergartenprojekt mit etwa 30 Kindern zwischen drei und fünf Jahren.

Luftballons - Bild 2Luftballons - Bild 1

Zuerst putzten wir mit den Kindern fleißig Zähne danach hieß es für die Kinder eifrig malen – mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern.

Zähne putzenKinder beim Malen - Bild 1Kinder beim Malen - Bild 2

Dann wurde im Austausch gegen die Bilder, die Geschenke verteilt. Jedes Kind erhielt eine Jacke, welche von Copeesu, die peruanische Partnerorganisation von viSozial, finanziert wurde. Zugleich wurden auch die Patengeschenke ausgeteilt soweit vorhanden.

Ein Kind - Bild 1Ein Kind - Bild 2

Dann hieß es auch schon Abschied nehmen und es ging zurück nach Chifron wo wir schnell Mittag aßen. Nach dem Mittag ging es für mich mit vielen anderen nach Hilata in eine Schule. Dort veranstalteten wir erst ein kleines Fußballturnier bevor es dann auch dort an das Geschenke verteilen ging.

Nach Hilata fuhren wir wieder zurück nach Chifron, wo die restlichen Leute von uns schon fleißig am Geschenke verteilen waren. Wir unterstützten da noch emsig, da in Chifron etwa 100 Kinder in dem Projekt sind. Am Abend fielen wir dann wieder müde und erschöpft in die Betten.

Am nächsten Morgen ging es dann um Neun los zur Einweihung des Wasserprojektes in Chifron. Dieses Projekt gibt nun etwa 100 Familien eine Wasserversorgung. Zu Ehren dieses Festtages wurde ein großes Volksfest gefeiert und wir waren an diesem Tag die Helden des Dorfes. Es war unglaublich wie glücklich, wie offen und wie stolz die Leute auf das Erreichte waren. Im übrigen ist es nur kaltes fließendes Wasser, in Deutschland absoluter Standard, hier ein Riesenfortschritt für die Einwohner. Es war wirklich schier unvorstellbar!

Gegen Mittag verabschiedetetn wir uns dann auch herzlich von den ganzen Gastgebern und es ging nach Puno in das Blindenzentrum. Auch dort wurden wir wieder herzlich mit Gesang und Musik empfangen. Hier spielten wir wieder mit den Kindern und teilten die Jacken und Geschenke aus. Es war eine Freude so arme Menschen glücklich und freudestrahlend zu sehen!

Nach dem Blindenzentrum war dann unser Mammutprogramm der Weihnachtskampagne endlich geschafft. Wir aßen noch schnell eine Kleinigkeit in Puno bevor es dann mit einem Privatbus zurück nach Arequipa ging.

Leider habe ich, wir ihr sicher gemerkt habt, dieses Mal nicht so viele Bilder gemacht. Ich verspreche wieder Besserung, in Capachica kam ich vor lauter Arbeit leider kaum dazu! ;)

10
Dez
07

Sozialtag im November – Kindergartenausflug

Am 26.November stand wieder der monatliche Sozialtag im Büro Arequipa an. Dieses Mal war es ein Kindergartenausflug ins Grüne!

Zuerst holten wir die Kinder mit dem Bus von ihren Kindergarten ab und fuhren etwa eine halbe Stunde zu einem Spielplatz. Da manche Kinder während dieser Fahrzeit in Tiefschlaf fielen, musste wir diese danach erstmal aufwecken. Bei manchen Kindern hat das etwas länger gedauert, umso putziger waren sie dann.

Ich mit einem Kind

Danach spielten wir mit den Kindern – angefangen von Fußball über einfaches Ballwerfen bis hin zu einer peruanischen Art von Rumpelstilzchen.

Beim SpielenBallspielen mit den Kindern

Da nach ausgiebiger sportlicher Betätigung natürlich erstmal kräftig gegessen werden muss, hatten wir kleine Snacks und Drinks mitgebracht. Diese teilten wir dann aus.

Essensausgabe - Bild 1Essensausgabe - Bild 2

Danach verspeisten die Kinder das Trinken und Essen – manchmal eher schlecht als recht! ;)

Die Kinder - Bild 1Die Kinder - Bild 2Die Kinder - Bild 3

Während der gesamten Zeit sind natürlich immer wieder süße Schnappschüsse der Kleinen entstanden. Die will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten! :)

Ein Kind - Bild 1Ein Kind - Bild 2Ein Kind - Bild 3

Nach dem Essen ging es auch wieder schon zurück in Richtung Kindergarten bzw. Büro, unser Sozialtag war leider schon vorbei. Der Ausflug bereitete mir viel Spaß, nach wochenlangen Redesign-Stress und Computer-Sitzerei war dies eine willkommene Abwechslung! :)

06
Dez
07

Mountainbiketour auf der gefährlichsten Straße der Welt

Heute kommt endlich der hoffentlich langersehnte Beitrag zur Mountainbiketour in La Paz – auf der gefährlichsten Straße der Welt! :)

Die Mountainbiketour war einfach unglaublich! Ein unglaubliches Panorama, eine unglaublich nette Gruppe und auch unglaublich nette Guides! Die Tour begann in ca. 4700m Höhe in La Cumbre und führte hinein in den bolivianischen Dschungel nach Coroico auf etwa 1100m Höhe bei einer Wegstrecke von ca. 65km. Dies bedeutete innerhalb von 6 Stunden etwa 3600m Höhenmeter zu überwinden – wo erlebt man das schon einmal?

Wie schon geschrieben ging die Tour in La Cumbre los. Dorthin sind wir mit einem Bus gefahren, testeten kurz die Fahrräder und schon ging es hinab in die Tiefe!

Der Bus unser TourAm Start der TourIch vor dem Start

Die ersten 30km fuhren wir in einer großen Gruppe auf asphalierter Straße. Die Fahrt war recht zügig, da die Straße gut und breit war.

Die Strecke - Bild 1Die Strecke - Bild 2

Zugleich konnten wir während der Fahrt und bei den Pausen die ersten Eindrücke des imposanten Panoramas gewinnen.

Das Panoroma des bolivianischen Dschungels - Bild 3Das Panoroma des bolivianischen Dschungels - Bild 2Das Panoroma des bolivianischen Dschungels - Bild 1

Während dieser Teilstrecke gab es auch einen etwa 4km langen Anstieg. Dieser ist zwar nicht sonderlich steil, auf etwa 4000m ist die Luft aber ziemlich dünn, wie ich euch nun bestätigen kann. Ich war einer der wenigen der ohne Absteigen diese Tortur hinter sich brachte. Umso glücklicher war ich, als ich endlich oben war.

Ich auf der Wegstrecke

Nach der Asphaltstrecke ging es dann auf einer Schotterpiste weiter, der so genannten gefährlichsten Straße der Welt. Diese heißt so, weil früher schwer beladene LKWs aus dem Dschungel von Coroico die Früchte nach La Paz gebracht haben und reihenweise verunglückt sind, da die Straße so eng ist. Man kann während der Fahrt genug Trümmerteile in den Abhängen sehen. Heute gibt es aber eine neue Umgehungsstraße, so dass es längst nicht mehr so gefährlich ist. Hier ein paar Eindrücke von der engen Piste.

Die Strecke - Bild 3Die Strecke - Bild 4

Wir splitteten uns nun in zwei Teilgruppen und die Fahrt verlangsamte sich auf der schwierig werdenden Piste. Zugleich fuhren wir immer weiter in die Tiefe, es wurde wärmer und grüner. Das Panorama war einfach unglaublich, es gab auch unzählige Wasserfälle auf dem Weg. Schaut euch einfach die Bilder an, ich glaube die sprechen für sich!

Die Strecke - Bild 5Die Strecke - Bild 6Die Strecke - Bild 7

Das Panoroma des bolivianischen Dschungels - Bild 4Das Panoroma des bolivianischen Dschungels - Bild 5Das Panoroma des bolivianischen Dschungels - Bild 6Das Panoroma des bolivianischen Dschungels - Bild 7Das Panoroma des bolivianischen Dschungels - Bild 8Eine Flussüberquerung auf der Strecke

Ein Wasserfall - Bild 1Ein Wasserfall - Bild 2Ein Wasserfall - Bild 3Ein Wasserfall - Bild 4

Irgendwann erreichten wir dann ziemlich erschöpft und durchgeschwitzt das Ziel. Dort gab es dann auch Bier und „Sieger“ T-Shirts. Wir nutzten die Zeit noch für ein paar Schnappschüsse.

Ich bin am ZielDie Guides am Ziel

Die Gruppe am Ziel

Danach ging es mit dem Bus in ein Hotel in Coroico, wo wir duschen und den Swimmingpool nutzen konnten. Essen gab es auch. Danach ging es dann wieder zurück nach La Paz, aber nun per Bus auf der neuen Straße.

Fazit: Eine unglaublich geile Tour – ist jedem nur weiterzuempfehlen!