Da der 1.November in Peru ein Feiertag ist und ich auch nur ein dreimonatiges Touristenvisum für Peru habe, beschlossen wir dieses lange Wochende zu nutzen um nach La Paz, Bolivien zu fahren.
Die Hinfahrt wurde zu einem reinsten Albtraum. Eigentlich sollte unter Bus Donnerstag früh um Eins Arequipa verlassen. Durch eine Buspanne in Lima, so wurde es uns zumindest gesagt, verspätete sich aber die Abfahrt um 11(!) Stunden. Dadurch bedingt verloren wir leider den Donnerstag in La Paz, da wir nach etwa 12-stündiger Busfahrt erst gegen Mitternacht dort ankamen. Hier zwei Bilder vom Essen im Bus, mit welchem man versuchte uns bei Laune zu halten, was eher schlecht als recht gelang.


An der Grenze hatten wir im übrigen ziemliches Glück. Normalerweise schließt die Grenze um 19:00 Uhr bolivianische Zeit, wir kamen aber erst gegen 21:30 dort an. Die Grenze war zum Glück noch offen, so dass wir keine Nacht im Bus vor der Grenze verbringen mussten. Bei der Ein- und Ausreise gab es für mich mit meinem Touristenvisum und deutschen Pass keinerlei Probleme, bei anderen Reiseteilnehmern des Busses hingegen schon. Zwei Frauen aus Südafrika mussten sogar an der Grenze bleiben und das mitten in der Nacht ohne Spanisch-Kenntnisse!
Unsere Unterkunft in La Paz stellte sich dann als gewöhnungsbedürftig heraus. Die Toiletten waren von der Hygiene etwas gewöhnungsbedürftig und auch die Betten waren alles andere als bequem. Dafür bezahlten wir nur 2.50$ pro Nacht und tagsüber waren wir eh nicht im Hotel insofern war es auch wieder ok.
Den Freitag nutzten wir dann zu einer ausgiebigen City- und Shoppingtour. Mir hat La Paz persönlich richtig gut gefallen. Hervorzuheben sind da vor allem die Preise. Ein ausgiebiges Frühstück für umgerechnter 3€ bzw. T-Shirts für ca. 2€ sind einfach unschlagbar. Ich habe dann auch dementsprechend zugeschlagen und u.a. 2 T-Shirts, eine Kette, zwei Inka-Statuen, eine weitere Figur und eine Sonnenbrille gekauft – für insgesamt ca. 10€!



Während unser Shopping-Tour nutzen wir auch die Möglichkeit uns die Kirchen La Paz anzuschauen wovon es durchaus viele gibt. Hier ein paar beeindrückende Schnappschüsse, denn obwohl La Paz sonst sehr arm wirkt, die Kirchen sind umso protziger!










Zudem besuchten wir auch das Coca-Museum von La Paz, wo vieles über die Geschichte der Coca-Pflanze erzählt und dargestellt wird. Die Coca-Pflanze hat für ganz Südamerika eine wichtige Bedeutung, da es für die armen Einwohner die einzige Möglichkeit ist, Geld zu verdienen. Am Abend schauten wir auch noch einen Dokumentarfilm zu dem derzeitigen bolvianischen Präsidenten Evo Morales, dem ersten Ureinwohner an der Spitze eines südamerikanischen Staates!


Gegen Abend fuhren wir noch zu einer Aussichtplattform von welcher man einen ziemlich imposanten Blick auf La Paz hat.






Am Samstag machten wir dann die Mountainbiketour auf der sogenannten „gefährlisten Straße der Welt“. Dazu schreibe ich aber seperat noch einmal etwas, also bleibt neugierig!
Am Sonntag ging es dann zurück nach Arequipa, Peru. Wir verbrachten praktisch den ganzen Tag in Bussen, dieses Mal war die Fahrt aber weitaus angenehmer und schneller!

Fazit: Ein schönes, aber zu kurzes, Wochenende. Leider ist uns zudem der Donnerstag verloren gegangen, so dass es für mich fast schon zu viel Busfahren war, auch wenn dies natürlich hier dazugehört bei diesen großen Distanzen.