Archiv für November 2007

29
Nov
07

Cuy chactado

Vorletzten Sonntag war es soweit und ich habe – endlich? – ein Meerschweinchen gegessen. Dieses Gericht ist eine typische Speise für Peru insbesondere Arequipa und nennt sich Guy chactado.

Das Meerschweinchen - Bild 1

Ich muss ehrlich sein, so wirklich geschmeckt hat das Tierchen nicht. Einerseits ist nicht gerade viel Fleisch dran und andererseits ist es schon etwas gewöhnungsbedürftig das Tierchen so gut sehen zu können. Das Essen war auch ziemlich trocken und die Soße unheimlich scharf. Alpaka und Straußenfleisch waren da deutlich schmackhafter! Zumindest das 1:1 Unentschieden von Peru gegen Brasilien hat etwas für das dürftige Essen entschädigt.

Das Meerschweinchen - Bild 3Das Meerschweinchen - Bild 2

P.S. Jana, ich verspreche dir, dass ich kein Meerschweinchen essen werde, ich hoffe ich darf dann wieder einziehen! :)

23
Nov
07

viventura im neuem Gewand

In den letzten Wochen ist mir von verschiedenen Seiten zu Ohren gekommen, dass ich meinen Blog vernachlässige. Dies stimmt auch sicherlich, hatte aber vor allem einen leidigenden Grund: die Arbeit. ;) Dafür hat sich das ganze aber durchaus gelohnt, die viventura Seite ist seit gestern online! :)

Die neue viventura Website

Das Arbeiten in den letzten Monaten im Team hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es ab und an etwas stressig und chaotisch war. Dies gehört aber wohl dazu. In dieser Zeit ist vor allem meine Skype-Leitung nach Medellin zu Andre (viventura-Chef und großer Redesign-Koordinator), Stefan (Proggi-Chef von viventura und somit auch mein Chef) und Anke (Designerin des neuen tollen Layouts) quasi stündlich belastet wurden. Trotz unzähliger Schwierigkeiten wie Krankheit, Stromausfällen, Internet- und Computerproblemen hatten wir nur einen zeitlichen Verzug von einer halben Stunde. Für peruanische Verhältnisse waren wir also absolut überpünktlich! :)

Da Meilensteine in einer Firmengeschichte natürlich gebührend gefeiert werden müssen, wurde auf Anweisung von Andre in jedem Büro der Countdown heruntergezählt und dann entsprechend gefeiert. Zum Ende hin glich ich auch eher einen Nervenbündel, das permanente Gefrage des Büros und per Skype hat auch nicht unbedingt zu meiner inneren Beruhigung beigetragen. ;) Schlussendlich hat aber alles bestens geklappt und ich gönnte mir auch ein Schlückchen vom teuersten Champagner! :)

Der Countdown im Büro ArequipaIch nach getaner Arbeit mit Champagner

Ich kann jedem von euch nur empfehlen ein bisschen auf den neuen Webseiten herum zu surfen. Neben der Möglichkeit sich über die diversen viventura Touren (meine persönlicher Favorit ist die Survival Peru Tour) zu informieren, bekommt man auf der Startseite auch immer die aktuellen News aus Südamerika. Somit bekommt man dort einen kleinen Einblick in das hiesige Leben.

Wem das noch nicht genug, der kann sich auch für den viventura Newsletter anmelden wo monatlich Hintergrundberichte und Reportagen geschrieben werden. Vielleicht schreibe ich auch noch einen Artikel während meiner Praktikantenzeit. In die aktuelle Newsletter-Ausgabe könnt ihr hier hineinschnuppern.

Zu guter Letzt muss ich euch auch noch auf das viventura Weihnachtsgewinnspiel hinweisen, wo ihr täglich eine Frage beantworten müsst und am Ende eine Reise nach Equador gewinnen könnt. Das Spiel ist im übrigen super toll programmiert worden! :D

Um euch auch noch einen Einblick über das Büro-Leben in Arequipa zu geben, kann euch auch noch wärmstes dieses YouTube-Video ans Herz legen.

Die nächsten Tage werde ich jetzt dazu nutzen meine Urlaubsplanung voranzutreiben wie Flüge und Touren buchen und mir auch eine Gelbfieberimpfung verpassen zu lassen. Die Judith kommt ja schon in 3 Wochen und dann wird zusammen Peru erobert! :)

18
Nov
07

Langes Wochenende in La Paz

Da der 1.November in Peru ein Feiertag ist und ich auch nur ein dreimonatiges Touristenvisum für Peru habe, beschlossen wir dieses lange Wochende zu nutzen um nach La Paz, Bolivien zu fahren.

Die Hinfahrt wurde zu einem reinsten Albtraum. Eigentlich sollte unter Bus Donnerstag früh um Eins Arequipa verlassen. Durch eine Buspanne in Lima, so wurde es uns zumindest gesagt, verspätete sich aber die Abfahrt um 11(!) Stunden. Dadurch bedingt verloren wir leider den Donnerstag in La Paz, da wir nach etwa 12-stündiger Busfahrt erst gegen Mitternacht dort ankamen. Hier zwei Bilder vom Essen im Bus, mit welchem man versuchte uns bei Laune zu halten, was eher schlecht als recht gelang.

Das Essen im Bus - Bild 1Das Essen im Bus - Bild 2

An der Grenze hatten wir im übrigen ziemliches Glück. Normalerweise schließt die Grenze um 19:00 Uhr bolivianische Zeit, wir kamen aber erst gegen 21:30 dort an. Die Grenze war zum Glück noch offen, so dass wir keine Nacht im Bus vor der Grenze verbringen mussten. Bei der Ein- und Ausreise gab es für mich mit meinem Touristenvisum und deutschen Pass keinerlei Probleme, bei anderen Reiseteilnehmern des Busses hingegen schon. Zwei Frauen aus Südafrika mussten sogar an der Grenze bleiben und das mitten in der Nacht ohne Spanisch-Kenntnisse! :(

Unsere Unterkunft in La Paz stellte sich dann als gewöhnungsbedürftig heraus. Die Toiletten waren von der Hygiene etwas gewöhnungsbedürftig und auch die Betten waren alles andere als bequem. Dafür bezahlten wir nur 2.50$ pro Nacht und tagsüber waren wir eh nicht im Hotel insofern war es auch wieder ok.

Den Freitag nutzten wir dann zu einer ausgiebigen City- und Shoppingtour. Mir hat La Paz persönlich richtig gut gefallen. Hervorzuheben sind da vor allem die Preise. Ein ausgiebiges Frühstück für umgerechnter 3€ bzw. T-Shirts für ca. 2€ sind einfach unschlagbar. Ich habe dann auch dementsprechend zugeschlagen und u.a. 2 T-Shirts, eine Kette, zwei Inka-Statuen, eine weitere Figur und eine Sonnenbrille gekauft – für insgesamt ca. 10€! :)

La Paz - Bild 1La Paz - Bild 2La Paz - Bild 3

Während unser Shopping-Tour nutzen wir auch die Möglichkeit uns die Kirchen La Paz anzuschauen wovon es durchaus viele gibt. Hier ein paar beeindrückende Schnappschüsse, denn obwohl La Paz sonst sehr arm wirkt, die Kirchen sind umso protziger!

Eine Kirche - Bild 1Die Kirche von innen - Bild 1Die Kirche von innen - Bild 2Eine Kirche - Bild 2Eine Kirche - Bild 3

Denkmal von Christopher KolumbusPlaza PedroDer Regierungspalast in La PazStatue - Bild 1Statue - Bild 2

Zudem besuchten wir auch das Coca-Museum von La Paz, wo vieles über die Geschichte der Coca-Pflanze erzählt und dargestellt wird. Die Coca-Pflanze hat für ganz Südamerika eine wichtige Bedeutung, da es für die armen Einwohner die einzige Möglichkeit ist, Geld zu verdienen. Am Abend schauten wir auch noch einen Dokumentarfilm zu dem derzeitigen bolvianischen Präsidenten Evo Morales, dem ersten Ureinwohner an der Spitze eines südamerikanischen Staates!

Das Coca Museum - Bild 1Das Coca Museum - Bild 2

Gegen Abend fuhren wir noch zu einer Aussichtplattform von welcher man einen ziemlich imposanten Blick auf La Paz hat.

Panorama von La Paz - Bild 1Panorama von La Paz - Bild 2Panorama von La Paz - Bild 3Panorama von La Paz - Bild 4Panorama von La Paz - Bild 5Panorama von La Paz - Bild 6

Am Samstag machten wir dann die Mountainbiketour auf der sogenannten „gefährlisten Straße der Welt“. Dazu schreibe ich aber seperat noch einmal etwas, also bleibt neugierig! :)

Am Sonntag ging es dann zurück nach Arequipa, Peru. Wir verbrachten praktisch den ganzen Tag in Bussen, dieses Mal war die Fahrt aber weitaus angenehmer und schneller!

Desaguadero - Peru-Bolivianische Grenze

Fazit: Ein schönes, aber zu kurzes, Wochenende. Leider ist uns zudem der Donnerstag verloren gegangen, so dass es für mich fast schon zu viel Busfahren war, auch wenn dies natürlich hier dazugehört bei diesen großen Distanzen.

14
Nov
07

Schweres Erdbeben in Chile

Heute Morgen gegen halb Elf hat ein schweres Erdbeben Chile erschüttert! Man hat dieses Beben auch in Arequipa gespürt, es hat etwa eine Minute die Erde geschwankt. Das Erdbewegungen in Arequipa waren vergleichbar mit den Erdbewegungen Mitte August bei dem schweren Erdbeben in Pisco. Hier ist sonst zum Glück nichts weiter passiert, die ersten Bilder aus Chile lassen leider Schlimmstes vermuten.

Das Epizentrum lag etwa 170km nördlich von Antofagasta, mit Hilfe dieser Karte könnt ihr sehen dass Arequipa gar nicht so weit weg ist. Zum Vergleich, Pisco liegt etwa 200km südlich von Lima, das Erdeben Mitte August war somit noch etwas näher. Wenn ich Neues erfahre, schreibe ich dies im Laufe des Tages.

08
Nov
07

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!