Wie einige schon von euch Lesern wissen, hat es mich gleich an meinen zweiten kompletten Wochenende nach Puno zum Titicacasee verschlagen. Meine Reisebegleiter waren (von links nach rechts) Marc, Isabel, Lena und Jan. Zusätzlich stieß noch Susi in Puno zu unserer Gruppe.

Wir fuhren mit dem Bus sechs Stunden für umgerechnet nicht einmal 5€ nach Puno. Miguel, unser Böroleiter von Arequipa und zugleich aus Puno stammend, hatte eine Hotel für uns in Puno reserviert, so dass wir direkt vom Busterminal gen Hotel fuhren. Leider gab es da weder Wasser, Bier noch andere Personen, so dass wir ziemlich schnell ins Bett gingen.
Am nächsten Morgen fuhren wir dann per Kleinbus – zusammen mit Miguel – in Richtung Hafen von Puno. Dort wartete auch schon unser Schiff auf uns, so dass unsere Titicacacasee-Reise nun endgültig losgehen konnte.


Wir fuhren dann mit dem Boot zu den Uros, den Ureinwohnern des Titicacasees, welche in der Nähe von der Küste auf schwimmenden Inseln leben.


Innerhalb einer halben Stunde erreichten wir die schwimmenden Inseln der Uros. Wir wurden auf eine Insel gebracht, uns wurde ein kleine Einführung zu den schwimmenden Inseln, den Titicacasee und natürlich auch den Uros gegeben und es gab einen kleinen Markt.


Was mir sehr imponiert hat, war einerseits die Intelligenz dieser Leute, wie man z.B. an der Bauweise des Schilffschiffes oder auch den Essensvariationen erkennen konnte, aber auch die absolute Freundlichkeit der Leute. Sicherlich ist vor allem Letzteres für Ihr Leben zwingend notwendig trotzdem kam die Freude von Herzen und war nicht vorgespielt.









Nach diesen Stopp ging es nun in Richtung Insel Amantani, wo wir die Nacht bei einer Gastfamilie verbringen sollten. Bevor wir aber die Insel erreichten, konnte wir die Schönheit des Titicacasees bewundern. Ich habe noch nie in meinen Leben solch einen sauberen und blauen See gesehen versehen mit solch einem imposantem Panorama.





Nach etwa drei Stunden Schifffahrt erreichten wir die Insel Amantani. Diese besteht im Großen und Ganzen aus zwei Erhebungen, deren Namen ich vergessen habe, und vereinzelten Häusern. Autos und Straßen sucht man auf der Insel vergebens und auch Elektrizität gibt es nur selten. Das alles war schon sehr interessant, ich glaube als Europäer ist es einfach unvorstellbar wie dort gelebt wird.


Nach der Ankunft wurden wir drei Mädels und wir drei Jungs in seperate Gastfamilien zugewiesen. Da wir Jungs vor dem Essen noch eine Stunde Zeit hatten, wollten wir zu den Mädels gehen. Dabei trafen wir am Fußballplatz vier Peruaner, welche uns zum Fußballspiel herausforderten. Wir nahmen natürlich an und verloren deutlich 1:5. Auf 3800m Meereshöhe ein Fußballspiel zu bestreiten ist wirklich etwas anderes, man bekommt einfach keinen Sauerstoff. Danach ging es uns, insbesondere mir, auch entsprechend schlecht. Unser eigentliches Ziel an diesem Tag war aber die Besteigung einer der Berge – mein erster 4000 in meinem Leben!
Natürlich mussten wir noch entsprechend ausgerüstet wurden, so bekamen jeder von uns eine warme Alpakamütze.



Jetzt konnte der Marsch endlich losgehen.

Die Überwindung von den 300 Höhenmetern war schon durchaus anstrengend, für uns Jungs nach dem Fußballspiel insbesondere. Wir schafften es aber alle und genossen die Aussicht. Leider war das Wetter mittlerweile alles andere als gut. Auf den Titicacasee gewitterte es mittlerweile. Zum Laufen war das nicht so angenehm, die Bilder sind mit diesem Naturschauspiel umso imposanter.



Und natürlich darf auch das Beweisfoto nicht fehlen, dass ich es auch geschafft habe, auch wenn ich ziemlich fertig auf dem Bild aussehe – was ich auch durchaus war!

Danach ging es zum Abendessen, wo wir wieder eine Suppe nebst diversen Kartoffelarten und Reis bekamen. Zwar wurde das Essen sehr primitiv in einem offenen Kamin zubereitet und besteht sicherlich keinen deutschen Gesundheitscheck, trotzdem war es sehr lecker und eine interessante Erfahrung.

Nach dem Abendessen gab es noch eine Feier im Gemeindehaus der Insel. Wir Jungs verzichteten aber auf unsere Teilnahme. Sowohl weil wir ziemlich fertig waren, aber auch da der Weg im Stockdunkeln – es gibt dort kein Licht auf den Wegen – über Stock und Stein uns zu gefährlich erschien. So lagen wir zum Samstag abend um halb Acht im Bett!
Am nächsten Morgen sollte es dann nach dem Frühstück zur Insel Taquile weitergehen. Zuallererst musste aber natürlich noch ein Foto mit unserer Gastoma gemacht werden.

Wir fuhren dann etwa eine Stunde zur anderen Insel. Auch dort bestiegen wir wieder den Insel-Berg, was nach der gestrigen Belastung weitaus problemloser von mir bewältigt wurde. Ebenso aßen wir zu Mittag in einem kleinen, netten und natürlich auch billigen Restaurant. Dabei entstanden noch ein paar Schnappschüsse.



Nach dem Mittag ging es zurück nach Puno. Auch dieser Weg dauerte wieder etwa drei Stunden. Dort holte uns dann wieder Miguel ab und wir gingen noch schnell eine Geburtstagstorte essen, da Lena Geburtstag hatte, bevor wir wieder mit dem Bus in Richtung Arequipa fuhren.
Die Reise war superinteressant und toll. Ich hatte mir zuvor wenig Gedanken über die Reise gemacht umso positiver war ich überrascht. Es war sicherlich keine Tourismusreise wie man sie aus Europa kennt, aber dafür weitaus erlebnis-, wissens- und abwechslungsreicher.